Mittwoch, 30.5.2012

Irgendwie fällt uns Viktorias Schlaf-Wach-Rhythmus in letzter Zeit auf: Sie ist morgens von 5 bis 9 wach, und nachmittags auch von 5 bis 9. Das ist fast schon ein perfekter 12-Stunden-Rhythmus. Wenn das wirklich so ist, könnte das von den Medikamenten kommen? Die kriegt sie ja auch immer gegen halb 9 alle 12 Stunden.

Viktorias rechtes Auge ist noch immer stark geschwollen, sie bekommt es fast nicht auf. Mit dem Essen klappt es morgens meist noch gut, mittags dann weniger und abends gar nicht mehr. Sie hat Probleme mit dem Schlucken, ringt nach Luft und röchelt. Das geht schon eine ganze Weile so, ist nun aber so heftig, daß es sie beim Essen sichtlich beeinträchtigt.

Am Montag ist aufgrund des Feiertags keine Blutabnahme. Wir beginnen stattdessen mit der Nosodentherapie. Man muß sich das wie eine Art homöopathische Impfung vorstellen. Sie bekommt Globuli gegen die HLH selbst, gegen die Spinalanästhesie bei der Geburt und gegen die Sechsfach-Impfung. Bei den beiden letzten handelt es sich um Gifte, die ausgeschwemmt werden sollen. Bei ersterem geht es darum, das bei Viktoria defekte Gen abzuschalten, das die HLH auslöst. Daß man Gene an- und abschalten kann, ist der Epigenetik bekannt. Man weiß allerdings nicht genau, wodurch. Globuli als Informationsträger klingen hier vielversprechend.

Ab Mittwoch bekommt Viktoria außerdem noch einige Nahrungsergänzungsmittel, darunter einen Vitamin-Cocktail und Extrakte der Juckbohne. Letzteres soll den Dopaminspiegel (Neurotransmitter) erhöhen und Viktoria dadurch wacher machen.

Ihre Zuckungen sind zwar noch einzeln vorhanden, aber bei weitem nicht mehr so stark wie früher. In der Vergangenheit war es oft so, daß die Zuckerei eine Woche nach der Chemo ihren Höhepunkt fand. Das ist diesmal überhaupt nicht so.

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